NRW Duell Fotos
Mein Sieg im NRW Duell. Alle Bilder vor und hinter den Kameras. Hier!
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Wie ein Deutschlehrer nach Polen ging und ein Star wurde. Montag im MonTalk.
Sie hielten mich für seriös. Dann stieg ich ins Auto.
WDR 2 MonTalk-Premiere: Liz Baffoe und ihr Prince-Skandal
Das erste eigene Studio. Es geht los.
Steh ich da im Tüllrock…
Das war eine Überraschung am Samstagabend. Zur Final-Ausgabe der Sendereihe „Zu Gast bei…“ hatten Millionen Hörer ein Best-of des beliebten Talks erwartet. Doch die Überraschung: als Moderationskollege Thomas Bug die Maske abnahm, saß dort im Studio Deutschlands erfolgreichster Enthüllungsjournalist. Günter Wallraff.
HIER gehts zur speziellsten Wunschmusik der letzten zwei Jahre.
Und HIER gehts zum Podcast der allerletzten Sendung (und zu den Podcasts der anderen Ausgaben).
Wichtig: Sollte Sie auch eine der übirgen Ausgaben interessieren, laden Sie sich den enstprechenden Podcast direkt herunter. Sie werden demnächst verschwunden sein.
Wir hören uns am 20. April im WDR 2 MonTalk wieder.

Andreas Kümmert vertraute mir, das spürte ich. In mir sah er den Griff seines digitalen Fallschirms, während er unendlich tief zu stürzen schien. Wieder war er nach dem Soundcheck einfach nach Hause gegangen. Groß-Gerau. Allein der Name. Sollen sie doch Radio hören.
Doch diesmal hielt das zahlende Publikum seine Unprofessionalität nicht mehr für den lang vermissten Rock’n’Roll. Das sollte er auf seiner Facebook Seite am Abend bemerken.
Andreas war unerfahren mit Social Media und ihrer Dynamik. Er mochte die Gitarre, die ruhigen Töne. Das Laute, der Shitstorm – das war nicht seins. Ein Profi musste her, und ich bekam die Gelegenheit für einen Versuch. Nach kurzer Überlegung diktierte ich ihm die magischen Worte gegen den Hass in sein von rot-lockigem Haar umspieltes Ohr.
„Meinst Du wirklich?“
fragte er, die Augen wie ein Reh.
„Nur zu. Nur zu.“
Ich wusste, was ich tat.
Kümmerts zittrige Finger verfehlten so manches Mal die Tasten seines speckigen Galaxy S2 mini. Dann wiederholte er mit fester Stimme:
„Mein Anwalt ist eingeschaltet! An alle Hater: Verpisst euch, ihr degenerierten Arschlöcher!“
Ich nickte wie nur ich durch ein Nicken Zuversicht schenken kann. Er schien glücklich, sein Gesichtsausdruck beim Senden glich der Feierlichkeit eines bayerischen Bürgermeisters – bei der Einweihung eines ersehnten Stück Radwegs.
Andreas Kümmert. Hier klang er endlich nicht mehr nach Ballade. Der kleine Andi hatte sich zum Mann gepostet. Jetzt musste er nur noch darauf warten, dass die grimmige Gemeinde auf einen Schlag verdutzt und für immer die Kritik einstellt.
Nun. Ich gebe zu, es war ein Test, der fehlschlug.
Hiermit erkläre ich mein Experiment für gescheitert.
Meine Taktik unter dem Arbeitstitel
„Deeskalation durch Eskalation“
hat wirklich nur wenige Vorteile. Sie sieht zum Beispiel geschrieben hübsch aus. Und klingt rückwärts wie ein finnisches Sprichwort. Ich fürchte aber, mehr ist da auch nicht.
Sorry, Andreas. Ich melde mich mit was Neuem. Solang poste mal lieber: gar nichts.

Ein Flugzeugabsturz. Und ich habe gestern nichts dazu geschrieben – nicht bei Facebook, nicht bei Twitter. Ja, ich war das.
Diese Tweets und Posts – mir ist selten so übel geworden.
Im ersten Moment wollte ich es, das war wie ein Reflex. Zwei Zeilen schreiben vielleicht, Beileid aussprechen, Trost und Stärke wünschen. Es gibt nur ein Problem. Man muss auf dem Weg zum eigenen Post oder Tweet an den Äußerungen der anderen vorbei. Mal einen Blick auf das werfen, was sich dort tut. Und mir ist selten so übel geworden.
Um zwei Dinge klar zu sagen, bevor ich haarsträubende Beispiele nenne:
War Beileid immer das einzige Motiv?
Gestern zeigte sich etwas Neues, das jeder nur für sich aufarbeiten kann. Und es geht um Motive für Posts von mehr oder weniger bekannten Persönlichkeiten, die vielleicht über Beileid hinausgehen.
So könnte ich aus dem Stand noch sieben weitere Beispiele nennen, stoppe hier aber und bemerke: Was eigentlich, wenn ich den Fehler gemacht habe gestern?
Langsam bekomme ich ein mulmiges Gefühl. Hätte ich auch mein Beileid aussprechen sollen, Trost und Stärke wünschen? Wird das von Personen (gerade von öffentlichen) erwartet, wenigstens zwei Zeilen? Muss ich das lernen? Und das meine ich nicht ironisch, will nicht belehren, nicht vorführen, nicht allen alles unterstellen. Ich will das wissen. Sie alle werden ja behaupten, aus Respekt zu schreiben. Aber aus Respekt zu schweigen – geht das noch?
Einige meiner Kolleginnen und Kollegen werden den gestrigen Tag heute nacharbeiten. Aber anders, als ich es mir wünsche. Sie werden heute fieberhaft suchen, welches eigene Zitat es in die Süddeutsche geschafft hat, welches auf Spiegel Online… Welcher Schauspieler, Moderator, Musiker hat es weiter geschafft als sie… Ja, auch so ist der Mensch wohl.
Beim nächsten Mal wünsche ich mir, dass diese Kollegen vor ihrem Post und Tweet kurz mit lieben Menschen sprechen. Sie sollen ihnen laut vorlesen, was sie gleich online schreiben wollen. Und wenn diese Menschen ihnen sensibel beibringen: „Glaubst Du, die Menschen warten jetzt auf diesen Satz von Dir?“ – dann rate ich, die digitalen Netzwerke einfach mal zu vergessen und etwas zu tun, was weniger Likes, aber bestimmt die schöneren bringt:
Die eigenen Angehörigen mal in den analogen Arm zu nehmen.
Es gibt eine sehr gesunde Art, jung und schön zu bleiben. Die schönste von ihnen ist: Mädchen sein. Mädchen sein – das ist offenbar alterslos. Weiterlachen, weiterflirten… und wissen, dass alles andere nur die Laune verdirbt. Da mach ich doch mit!
Zu Gast: die ewig junge, bezaubernde Ann-Kathrin Kramer.
Erst wollte sie mir erzählen, dass sie wie ein Junge aufgewachsen sei. Mit Prügelei und Weitpinkel-Wettbewerben. Wir konnten herausarbeiten, dass aus solchen Mädchen ja dann die allgrößten Prinzessinnen werden.
Ein Abend zum Verlieben, inkl. Striptease-Kurs! HIER zum Nachhören. (Schauen Sie nach dem 14. März.)
Und ihre Musik: HIER zum Nachlesen.

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